HALLO, HIER
SPRICHT DUSTY!



Am 13.09.1999 gelang
meiner Mutter ein grosser Wurf, äh... natürlich nur bildlich
gesprochen! Denn da kamen mein Bruder Domino und ich zur Welt. Wir wuchsen
zusammen mit mehreren Shelties auf und zwar in einem netten kleinen Ort in Österreich.
Dort wohnen nämlich unsere Züchterinnen, Ursula Wawerek und Hildegard
Weissauer. Bei Ursula und Hildegard lernten wir in den ersten Wochen, (die wir
aber meistens geschlafen haben:-)), alles was ein kleiner Sheltie so wissen
muss. Sie liessen Staubsauger , Fernseher, Radios und andere kracherzeugende Geräte
laufen und pfiffen uns auch manchmal Märsche vor und das in aller Hergottfrühe
und im Schlafanzug:-)) Ab und an kamen fremde Leute, die Domino und mich immer
ziemlich kritisch beäugten, aber manchmal (wenn wir nicht schliefen:-))
auch mit uns spielten.

Eines Tages machten Domino und ich uns dann auf,
in mein neues Zuhause zu fahren. Dort wurden wir als Allererstes von einem
anderen Hund empfangen, der so ganz anders aussah, als wir. Wir haben ihn erst
einmal kräftig angekläfft (sind ja mutig so Shelties:-)). Dieser
andere Hund war Jerry, mein neuer Hausbewohner und so ganz nebenher erkannte ich
auch die Menschen wieder, die uns so oft besucht hatten. Das war also meine neue
Familie!
Mein neues Frauchen hat die ersten Wochen zusammen mit mir in einem Zimmer geschlafen, damit mein Herrchen nachts durchschlafen konnte. Ich musste nämlich nachts immer einmal raus in den Garten. Habe aber mich immer brav gemeldet und nie in meine neue grosse Hundebox gepieselt, denn das tut ja ein wohlerzogener Sheltie nicht! Nur Frauchen tat mir immer leid, weil sie meistens bibbernd im Nachthemd im Garten stand:-)))
Mein neuer Freund Jerry zeigte mir, was ein junger Hund alles wissen musste. Manchmal, wenn ich meine Spässe mit ihm zu doll trieb, zeigt er mir auch seine Zähne:-)) Aber das kam sehr, sehr selten vor! Jerry mochte mich nämlich!

Nach ein paar Wochen musste ich dann die Hundeschule besuchen. Dort durften wir durch Tunnel flitzen, über Treppen steigen, auf Drahtgittern laufen, über einen hohen Steg gehen, aber auch wichtige Übungen machen, die jeder Hund können sollte. Dazu gehören "Sitz", "Platz", "Bleib", "Steh","Kommen auf Zuruf" usw. Mir hat alles grossen Spass gemacht, doch war es auch sehr anstrengend und ich bin regelmässig auf der Heimfahrt vom Übungsplatz eingeschlafen.
Irgendwann sind wir dann das erste mal in den Urlaub gefahren. Das war vielleicht aufregend. Es gab so viel Neues zu entdecken. Inzwischen habe ich schon e i n i g e Urlaube hinter mir, aber es ist immer wieder aufs Neue spannend. Da kommt man in ein fremdes Haus und muss dort unbedingt erst mal jeden Winkel erkunden. Besonders toll ist es, wenn vor uns schon andere Hunde dort gewohnt haben und ich mir erst einmal all die fremden Gerüche erschnüffeln kann. Am Besten hat es mir bisher an der Nordsee gefallen, genauer gesagt in Dänemark. Dort gab es einen kilometerlangen Strand mit ganz feinem Sand und viel Meer. Naja..., das Meer war eigentlich nicht so mein Ding, weil das ist ja nass und schwimmen mag ich eigentlich nicht so gern. Aber die Strände....... Da konnte man stundenlang laufen und mit Jerry herumtoben. Und ab und an haben wir dann auch mal einen Sheltie getroffen:-))

Natürlich kam auch die Ausbildung nicht zu kurz. Immer wieder kommt Frauchen auf die Idee, ich müsse noch etwas dazulernen(wo ich doch eh schon so ein Schlauer bin:-)). Aber weil ich Frauchen gar so gern habe, füge ich mich natürlich ihren Wünschen. So waren wir schon bei Manuela Nassek zu einem Seminar, ebenso bei einem Ausbildungswochenende in Föderlach und demnächst soll ich beim 1. Agility Verein weiter fleissig üben. Eine Zeit lang ist Frauchen auch immer über 1 Stunde in die Erziehungskurse von Babsi Huber nach Schwaig gefahren, aber da ist ihr einfach die Fahrerei zu lang geworden, obwohl es ihr dort gut gefallen hat.
Im Februar ist dann ganz plötzlich mein Dackelfreund Jerry gestorben. Ich habe erschnüffelt, dass er sehr, sehr krank war. Da war ich nun allein mit Frauchen und Herrchen. Die erste Woche hat es mir auch gar nicht so viel ausgemacht, aber irgendwie habe ich dann doch gemerkt, wie sehr mir mein Hundefreund Jerry fehlt. Da ist mir einfach der Appetit vergangen und ich konnte einfach nichts mehr fressen. Frauchen ist mit den leckersten Happen gekommen, aber ich habe nur ihr zuliebe mal ein paar Bröckchen genommen. Frauchen und Herrchen haben dann hin und her überlegt, was sie mit mir tun könnten. Frauchen hat mich noch mehr gefordert und mit mir geübt. Auch bei den Spaziergängen hat sie ständig irgendetwas von mir gewollt. So sollte ich irgendwelche versteckten Spielzeuge suchen, sie hat sich auch mal versteckt, sie hat meinen Lieblingsball mitgenommen und wir sind über gefällte Bäume balanciert. Ich weiss ja,..... sie wollte mich einfach von meinem Kummer ablenken.
So sind sie dann auf die Idee gekommen, sich wieder einen zweiten Hund anzuschaffen. Zuerst haben sie in sämtlichen Tierheimen in der Umgebung und im Internet nach einem Dackelmix wie Jerry gesucht, ....aber ohne Erfolg! Dann also doch ein Sheltie!! Aber es sollte ein "Amerikaner" sein, so wie ich. Da Hildegard und Ursula erst im Sommer Welpen bekommen sollten, hat Frauchen übers Internet herumgesucht und ist bei Familie Alexander in Bergrade fündig geworden. Dort waren gerade 4 Sheltiejungen auf die Welt gekommen und nach mehreren e-mails, entschlossen sich meine Menschen, den kleinen Uhlano bei uns aufzunehmen.

Ende April machten wir uns nun von Niederbayern auf in Richtung Hamburg. Es war eine ganz schöne Strecke, aber wir wurden dort recht herzlich empfangen. Ich habe mir dann gleich den kleinen Uhlano näher angeschaut, aber seine Mama hat höllisch aufgepasst, dass ich ihm nicht zu nahe kam. Uhlano durfte dann gleich mit uns in den Urlaub fahren. Er hat seine erste Woche mit uns in einem Ferienhaus bei Trier verbracht. Dort hatten wir einen tollen Garten und wir zwei haben herrlich herumtoben können. Und wisst ihr was??? Plötzlich hatte ich wieder einen Mordshunger!!!!! Und richtig Spass am Leben!!!!

last update: 29.07.2002
erstellt: 20.07.2002
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Brigitte Pollag